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¡¡ Heines nachgelassenes Gedicht, ¡ÈDie Söhne des Glückes beneide ich nicht¡É
¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡¡ ¡¡Namiki Takeshi
0. Inhalt
¡¡ 0. Einführung
¡¡ l. Der Titel
¡¡ 2. Die Entstehung
¡¡ 3. Die Eingliederung
¡¡ 4. Die Hiobsgeschichte
¡¡ 5.¡ÈRomeo und Julia¡É
¡¡ 6. Der Sensualismus
¡¡ 7. Das Gelegenheitsgedicht
¡¡ 8. Die Auseinandersetzung mit Gott
¡¡ 9.¡ÈDer beste der Humoristen¡É
¡¡ 10. Die ¡Èversifizierten¡ÉGeständnisse
0.¡¡Einführung
¡¡ Das Gedicht ¡ÈDie Söhne des Glückes¡Égehört mit vierzehn weiteren Gedichten zu dem Zyklus¡ÈZum Lazarus,¡É1) die in den späteren Jahren Heines gedichtet¡¤aber nicht veröffentlicht wurden. Man kann den Titel des Zyklus, ¡ÈZum Lazarus,¡É schon in der 1854 veröffentlichten Gedichtsammlung ¡ÈGedichte. 1853 und 1854¡Éfinden. A11e diese Gedichte¡¤zusammen mit mehreren Texten aus ¡ÈRomanzero,¡Éin denen Heine sich mit der seiner töd1ichen Krankheit konfrontiert¡¤gehören zu den wichtigsten Werken für die Untersuchung der Leistung und des Lebens Heines in dieser Periode.
¡¡ Es erscheint daher lohnenswert, sich mit diesem Gedicht, in dem Heine sich mit der Krankheit, dem Tod und Gott am schärfsten konfrontiert, noch genauer zu beschäftigen, um die Problematik des späten Heines zu präzisieren und verständlicher zu machen.
Die Söhne des Glückes beneide ich nicht
Ob ihren Leben, beneiden
Will ich sie nur ob ihrem Tod¡¤
Dem schmerzlos raschen Verscheiden.
Im Prachtgewand¡¤das Haupt bekränzt
Und Lachen auf der Lippe
Sitzen sie froh beim Lebensbanquett ¡Ý
Da trifft sie jählings die Hippe.
Im Festkleid u mit Rosen geschmückt¡¤
Die noch wie lebend blühten
Gelangen in das Schattenreich
Fortunas Favoriten.
Nie hatte Siechtum sie entstellt¡¤
Sind Todten sind von guter Miene
und huldreich empfängt sie an ihrem Hof
Zarewna Proserpine.
Wie sehr muß ich beneiden ihr Loos!
Schon sieben Jahr mit herben
Qualvollen Gebresten walz¡Çich mich
Am Boden u kann nicht sterben!
O Gott¡¤verkürze meine Qual
Damit man mich bald begrabe;
Du weißt ja¡¤daß ich kein Talent
Zum Martyrthume habe.
Ob Deiner Inkonsequenz¡¤O Herr¡¤
Erlaube daß ich staune:
Du schufest den fröhlichsten Dichter u raubst
Ihm jetzt seine gute Laune
Der Schmerz verdumpft den heitern Sinn
Und macht mich melancholisch;
Nimm nicht der traurige Spas¡Çein End¡¤
So werd¡Çich am Ende katholisch.
Ich heule dir dann die Ohren voll
Wie andre gute Christen ¡Ý
O Miserere! verloren geht
Der beste der Humoristen!(HSA Bd. 3 S. 218 f)
1. Der Titel
¡¡ Der Erstdruck dieses Gedichts erschien im ¡ÈDeutschen Musenalmanach¡É(Würzburg 1857) unter dem Titel¡ÈMiserere.¡É Auch in den meisten folgenden Ausgaben ist es so benannt worden. In der Handschrift aber trägt es mit den anderen vierzehn Gedichten¡¤wie schon oben erwähnt¡¤die gemeinsame Überschtift¡ÈZum Lazarus.¡É2) Deshalb kann man das Gedicht mit einer entsprechenden Nummer der Stellung in diesem Gedichtzyklus¡¤wie ¡ÈZum Lazarus Nr. 1¡É benennen. Aber diesen Titel trägt schon ein Zyklus in ¡ÈGedichte. 1853 und 1854.¡É Daher wäre diese Benennung nicht so praktisch¡¤weil man die beiden Zyklen auf diese Weise leicht miteinander verwechseln könnte. In solchem Fall benutzt man üb1icherweise den Versanfang¡¤hier: ¡ÈDie Söhne des Glückes beneide ich nicht.¡É
¡¡ Die Formulierung ¡ÈDie Söhne des Glückes¡É kann man schon im ¡ÈRabbi von Bacherach¡É finden¡¤wo Heine sie als die allgemeine Bezeichnung der „Christen¡É gegenüber den verfolgten ¡ÈJuden¡É benutzt 3). Im Zusammenhang mit dem Vers der 9. Strophe,¡ÈWie andre gute Christen... ¡É wird diese Bezeichnung im 9. Teil ausführlicher behandelt werden.
2¡¥ Die Entstehung
2. 1. Dieses Gedicht gehört¡¤wie schon oben erwähnt wurde¡¤mit den andern vierzehn Gedichten zu der Serie¡ÈZum Lazarus,¡É die von Heine selbst als zweiter Teil des gleichnamigen Zyklus aus ¡ÈGedichte. 1853 und 1854¡É angelegt und darum gleich betitelt wurde. Deshalb kann man davon ausgehen¡¤daß die meisten Gedichte der nachgelassenen Reihe ¡ÈZum Lazarus¡É 1854 und 1855 entstanden sind.
¡¡ Bezüglich der Entstehung dieses Gedichts lassen sich aber noch weitere Hinweise finden:
2. 2. In der 5. Strophe klagt das dichterische ¡ÈIch,¡É daß es schon seit sieben Jahren schwerkrank sei. Heine selbst nennt als den Anfang der ¡ÈMatratzengruft¡É immer exakt das Jahr 1848 4). Dann kann man auf das Jahr 1854 bzw. 1855 einfach rückschließen¡¤wenn man diese sieben Jahre dem Jahr 1848 hinzu addiert. In jedem Fall muß man auch aber die Mög1ichkeit bedenken¡¤daß diese Zahl ¡Èsieben¡É bloß ¡Èlang¡É bedeutet¡¤d.i. ¡ÈIch bin schon sehr lang schwerkrank,¡É weil die Zahl sieben bekanntlich eine bedeutungsvo11e¡¤wichtige Zahl im alten Volksglauben und in der Bibel ist. Außerdem sollte man auch in Betracht ziehen¡¤daß Heine diese Zahl vielleicht nur wegen des Versmaßes 5) benutzt hat¡¤z.B. statt sechs oder acht bzw. neun¡¤weil¡Èsieben¡É zweisilbig ist und die anderen einsilbig sind.
2. 3. Die zwei Verse der 6. Strophe,¡Èdaß ich kein Talent/ Zum Martyrthume habe¡É sind auch merkwürdig. Wie im 7. Teil noch ausführlicher behandelt wird¡¤gab es im September 1854 eine Debatte um Heines ¡ÈMärtyrtum.¡É Es ist gut mög1ich¡¤daß Heine mit diesem Gedicht seine Meinung bezüglich dieser Debatte äußern wollte. In dem Fall ließe sich die Entstehung des Gedichts frühestens auf den Herbst 1854 datieren.
2. 4. Von diesem Gedicht gibt es eine Handschrift von Heines eigener Hand und zwei voneinander unabhängige Abschriften von der Hand dritter Personen. In der Handschrift¡¤deren Papier Heine meistens in der Zeit zwischen 1853 und 1855 benutzte und deren Schreibweisen auch zu dieser Zeit gehört 6), 1assen sich zahlreiche¡¤aber inhaltlich nicht so wesentliche Korrekturen finden.
2.5. Man kann darüber hinaus annehmen, daß dieses Gedicht fast zeitgleich mit den ¡ÈGeständnisse¡Éentstanden ist¡¤die als erster Band der¡ÈVermischten Schriften¡Éim Oktober 1854 herausgegeben wurden¡¤weil in diesem Gedicht und im letzten Teil der¡ÈGeständnisse,¡É wie im 10. Teil noch eingehend behandelt wird¡¤zahlreiche, inhaltlich genau gleiche Wörter und Wortwendungen enthalten sind. Der letzte Teil der ¡ÈGeständnisse¡É und deren Vorwort wurden im März 1854 geschrieben und die französische Ausgabe ist schon im September 1854 veröffentlicht worden.
¡¡ Aufgrund dieser fünf Punkte an kann man zwar die wahrscheinliche Entstehungszeit des Gedichts auf die Jahreswende 1854 und 1855 einschränken. Mög1icherweise muß man den Zeitraum aber auch auf die Jahre 1853¡Ý1855 erweitern¡¤weil man bis heute keine anderen verläßlichen Materialien als die Tatsache¡¤daß die zweite Fassung dieses Gedichts zusammen mit den Gedichten ¡ÈDas Hohelied¡É und ¡ÈDie Libelle¡É aus dem gleichen Heft wie ein auf das Frühjahr 1853 datiertes Bruchstück der¡ÈGestandnisse¡É stammt 7¡Ë¡¤ finden kann.
3.¡¡Die Eingliederung
¡¡ Dieses neunstrophige Gedicht ist mehrschichtig. Daher ist es schon nötig¡¤daß man es exakt eingliedert¡¤um genauer zu interpretieren.
1. Einführung(Strophe 1): Das krankliegende ¡ÈIch¡É beneidet in Anspielung auf den Beginn der Hiobsgeschichte bzw. Shakespeares ¡ÈRomeo und Julia¡É die jungen Leute um ihren raschen Tod.
2. Gründe des Neids¡¤d.i. der Sensualismus¡ÊStro. 2¡Ý5): Weil sie in der Mitte der Jugendzeit p1özlich versterben¡¤gelangen sie noch ¡Èvon guter Miene¡È und blühend in das Schattenreich und werden von Proserpina auf huldreiche und beneidenswerte Weise empfangen. Dagegen ist das ¡ÈIch¡É schon sieben Jahre schwerkrank und kann noch nicht sterben.
3. Die Auseinandersetzung mit Gott(Stro. 6¡Ý9): Das ¡ÈIch¡È wirft Gott vor¡¤daß dieser¡¤der das ¡ÈIch,¡É den fröhlichsten Dichter¡¤erschuf¡¤ihm jetzt seine gute Laune geraubt habe¡¤und verlangt das Ende von Gottes Spaß¡¤d.i. die verkürzung der Qua1¡¤den Tod. Andernfalls werde das¡ÈIch¡É katholisch und das sei der Verlust des besten der Humoristen.
¡¡ Das ¡ÈIch¡É in diesem Gedicht kann man wohl schon mit dem Dichter¡¤Heine selbst¡¤gut identifizieren¡¤wie man auch aus anderen ¡ÈLazarus¡É bzw. ¡ÈZum Lazarus¡É Gedichten gut ersehen kann. Deshalb wird im folgenden als das dichterische ¡ÈIch¡É Heine direkt genannt. In diesem Zusammenhang lesen wir zuerst einen Brief Heines an seine Mutter¡¤der zeigen wird¡¤wie die Situation Heines in dieser Periode mit der des dichterischen ¡ÈIch¡É gut identisch ist.
An meiner Krankheit selbst aber¡¤ist das allerschlimmste¡¤daß man so
lange dabei am Leben bleibt¡¤was Dir freilich¡¤liebe Mutter¡¤nicht
das schlimmste dankt¡¤ich aber der ich so viel physisch leiden muß und
alle Hoffnung der Genesung verliere¡¤ich beneide die Menschen¡¤die von
akuten Krankheiten rasch fortgerafft werden. Das fatale beim Sterben
besteht nur darin¡¤daß wir unsere Lieben dadurch in Kummer versetzen.
Wie gerne verließe ich die Welt.(am 15. 3. 1850¡¤HSA Bd. 23 S. 27)
4.¡¡Die Hiobsgeschichte
¡¡ Wie schon erwähnt¡¤kann man festhalten¡¤daß der Rahmen dieses Gedichts von der Hiobsgeschichte in der Bibel entliehen ist¡¤d.i. in den Strophen 1-5 wird größtenteils das Schicksal der Kinder Hiobs erzählt und in den Strophen 6-9 die Auseinandersetzung Hiobs mit Gott geschildert. Aber die Szene¡¤in der Hiob am letzten Teil der Geschichte die Gerechtigkeit Gottes wieder herstellt¡¤kann man in diesem Gedicht nicht finden.
Im Folgenden vergleichen wir die Handlung des Gedichts mit der in der Bibe1.
Stro. Die Söhne des Glückes Die Hiobsgeschichte in der Bibel 8¡Ë Kap, ¸.
2 Im Prachtgewand¡¤das Haupt bekränzt/¡Ä/ seine Söhne giengen hin und machten Wohlleben 1/4
Sitzen sie froh beim Lebensbanquett Sie aßen und trunken Wein 13
2 Da trifft sie jählings die Hippe da kam ein großer Wind von der Wüsten her ... 1/19
und warfs auf die Knaben¡¤daß sie starben
5 Schon sieben Jahre mit herben/ Qualvollen er nahm einen Scherben¡¤und schabte sich¡¤ 2/8
Gebresten walz¡Çich am Boden und saß in der Asche
und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und 13
sieben Nächte
6 O Gott¡¤verkürze meine Qual/ Damit man Warum bin ich nicht gestorben vom Mutterleib an? 3/11
mich bald begrabe Die des Todes warten¡¤und kommt nicht 21
8 ob deiner Inconsequenz¡¤0 Herr,/ Erlaube Merkt doch einst¡¤daß mir Gott unrecht thut 19/6
daß ich staune:/ Du schufest den ... ¡¡und hat mich mit seinem Jagestrick umgehen
9 Ich heule dir dann die Ohren voll ich rufe¡¤und ist kein Recht da 19/7
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¡¡ Wie schon oben erwähnt wurde¡¤kann man zwar in diesem Gedicht keine konkreten Aussagen finden¡¤denen Heine eine Gerechtigkeit Gottes feststellt. Aber man kann an mehreren Stellen deutlich eine gewisse Annäherung an Gott von seiten Heines spüren. Daher läßt sich sagen¡¤daß dieses Gedicht auch inhaltlich¡¤d.i. in der Beziehung zu Gott¡¤ und im Verlauf der Handlung mehrere Gemeinsamkeiten mit der Hiobsgeschichte enthält. Das wird im 9. Teil noch weiter behandelt.
5¡¥¡ÈRomeo und Julia¡É
¡¡ Die ersten drei Verse der 2. Strophe¡¤die Schilderung der lebensfrohen jungen Leute¡¤vergegenwärtigt uns die Maskenball-Szene(Sz. 5) des 1. Aufzuges von Shakespeares ¡ÈRomeo und Julia.¡É Noch andeutungsvoller ist die Äußerung Romeos in der 1. Szene des 3. Aufzuges,¡ÈWeh mir¡¤ich Narr des Glücks,¡É9) weil diese Äußerung uns sofort an den Titel unseres Gedichts und an das Zitat derselben Äußerung im letzten Teil der ¡ÈGeständnisse¡Éerinnert. Davon wird im 10. Teil weiter die Rede sein. Darüber hinaus kann man sich leicht zusammen mit Heine an die Tatsache erinnern¡¤daß in der letzten Szene dieser Tragödie das Paar¡¤Romeo mit dem Schwert und Julia mit dem giftigen Getränk¡¤zum ¡Èraschen Verscheiden,¡É Selbstmord beging. Deshalb kann man feststellen¡¤daß Heine die oben erwähnten Szenen im Verlauf der Schöpfung dieses Gedichts mit großer Wahrscheinlichkeit oft in Betracht gezogen hat.
6. Der Sensualismus
¡¡ Die Schilderung der jungen Leute¡¤die froh beim Bankett sitzen und festlich gekleidet sowie mit Rosen geschmückt sind¡¤erinnert uns sofort an die folgenden Darstellungen der 1830er und -40er Jahre¡¤d.i. der vom Grundgedanken des Sensualismus geprägten Periode in Heines Schriften.
Wir stiften eine Demokratie gleichherrlicher¡¤g1eichheiliger¡¤g1eichbeseligter
Götter... verlangen Nektar und Ambrosia¡¤Purpurmantel¡¤kostbare Wohlgerüche¡¤Wollust
und Pracht¡¤lachenden Nymphentanz¡¤Musik und Komödien.
(Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland. 2. Buch¡¤HSA Bd. 8 S. 175)
Es wächst hienieden Brod genug
Für alle Menschenkinder¡¤
Auch Rosen und Myrthen¡¤Schönheit und Lust¡¤
Und Zuckererbsen nicht minder.(Deutschland. Ein Wintermärchen. Caput 1¡¤a.a.0. Bd. 2 S. 298)
6. 1. Zwar schildert Heine in unserem Gedicht den Sensualismus einigermaßen objektiv als eine für ihn jetzt fremde Erscheinung so¡¤als ob er sich mit diesem nicht mehr befaßte¡¤d.i. als ob die Zeit des Sensualismus vorbei sei. Aber die Tatsache¡¤daß Heine hier die fröhlichen¡¤jungen Leute¡¤die am Ende von Proserpina huldreich empfangen werden¡¤ausführlich beschreibt und die Verse bis zu unsrer letzten Fassung mehrmals verbessert hat, um z. B. das Wort ¡ÈRose(-n),¡É das als eines der wichtigsten Schlagworte des Sensualismus bekannt ist, inhaltlich und auch poetisch mög1ichst effektvo11 einzusetzen¡¤beweist noch immer seine starke Neigung zum Sensualismus bzw. seine Sehnsucht danach. Er ist vor die unvermeidliche Wahl gestellt¡¤entweder den Tod oder die langwierigen Krankheit zu wahlen¡¤weil er schon sicher gewußt hat¡¤ daß seine Krankheit unheilbar ist¡¤ wie man oben im 3. Teil gesehen hat. Gerade um diese tödliche Krankheit zu bewältigen¡¤hat er aber diese sensualistische Szene¡¤unser ganzes Gedicht und zuletzt sämtliche anderen Werke dieser letzten Phase geschaffen10).
6. 2. Die Ankunft der jungen Toten im Schattenreich ist lustig und schön. Sie werden von der dortigen Königstochter Proserpina huldreich empfangen. Das ist schon kein Schattenreich mehr¡¤sondern eine neue Welt der neuen Generation¡¤des zukünftigen Menschengeschlechts¡¤wie es Heine früher oft erträumt und geschildert hat 11). Die Toten sind nicht mehr tot¡¤sondern ¡Èvon guter Miene.¡É Deshalb beneidet Heine ¡Èihr Loos¡É sehr. Man kann daher diese Szene von der 2. bis 4. Strophe als eine Rehabilitation¡¤oder besser¡¤als eine Wiederbestätigung des Sensualismus von Heine ansehen.
6. 3. Proserpina bei Heine tritt schon in den ¡ÈNeuen Gedichten¡É und zwar im Gedicht ¡ÈUnterwelt¡É auf.
Auf goldenem Stuhl, im Reich der Schatten¡¤
Zur Seite des königlichen Gatten¡¤
Sitzt Proserpine
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